2. Termin Alpe Adria EM und österreichische Meisterschaft // Poznan TOR (Polen)

 

 

Nach dem erfolgreichem Fahrwerkstest in Brünn mit Peter Gastinger (PEMA), ich konnte Platz 2 und Platz 1 im Superbike Rennen erreichen, ging es nach 3 Tagen Pause direkt nach Polen. Die Anreise zu dieser Rennstrecke beträgt ca. 10 Stunden. Sie befindet sich ca. 300 Kilometer östlich von Berlin, ein sehr alte Anlage. Die Strecke selber ist allerdings eine Reise wert, sie bietet alles was das Rennfahrerherz begehrt, schnelle Kurven, flüssige Abschnitte, harte Bremszonen, etc,.. Der Belag bietet viel Grip, ist allerdings schon sehr wellig somit braucht man hier ein sehr gutes Setup um schnell zu sein.  

 

Donnerstag:
Anreise, Aufbau und technische Abnahme.  

 

Freitag 12:00 Uhr   

Erstes Freies Training, wieder mit der sehr technischen Strecke vertraut machen und die Änderungen am Federbein (wurde von PEMA nach Brünn überarbeitet) testen. Nach dem ersten Turn fühlte ich mich bereits sehr wohl, nur hatten wir Probleme mit den Schlägen (Wellen) bei den harten Beschleunigungsphasen. 
Für das zweite Training am Nachmittag machten wir ein paar Änderungen, die gingen in die Richtige Richtung allerdings waren wir noch nicht am Ziel.  

 

Samstag:

Über Nacht ändert wir noch ein paar Sachen am Federbein, da wir leider kein 3. Training mehr haben wo wir Änderungen probieren können ging es direkt ins Quali. In der ersten fliegenden Runde fing ich einen Highsider ab, wo leider der Carbonhalter im Heckrahmen zerbrach,... somit rein in die Box und reparieren. Mit dem Top Team vom Fritze Tuning konnte wir schnell das benötigte Ersatzteil aus dem 2. Motorrad schrauben, und somit konnte ich nochmal raus fahren und ein paar Runden fahren. Mit dem Endergebnis 1:36:9 Platz 15 Gesamt / IOEM 7 war ich nicht ganz unzufrieden, zu mal ich 1,5 Sekunden schneller war als im letzte Jahr. Trotzdem wusste ich das hier für mich im Quali definitiv eine 1:35 möglich war, aber mit wenig Trainingszeit und Patzer in einer schnellen Runde nicht. Das positive, Federbein arbeitet nun in einem Rahmen das schnelles fahren zu ließ.

 

14:30 Racetime! 

Rennen 1, der Start von P15 klappte gut und ich konnte mich gleich bei den Top Ten Fahren einhängen, allerdings fehlte mir in den ersten Runden der Speed, ich kam nicht in meinen Rhythmus. Erst in den letzten 10 Runden konnte ich halbwegs schnelle Zeiten fahren. Endergebnis P14 Gesamt / IOEM P7, Nicht berauschend, zwar war die Rennpace gut, aber eben erst in der zweiten Hälfte, da war der Zug schon abgefahren, und wichtige Positionen gingen verloren. Angefressen ging ich früh ins Bett.     

 

 

Sonntag / 9:15 WarmUp  

Im WarmUp probierten wir noch eine Kleinigkeit am Federbein und mit der Motorbremse, ich fühlte mich gleich wohler und konnte mit den alten Reifen auf Anhieb schneller fahren als im Rennen am Vortag, gute Aussichten für's Rennen :) 

 

14:30, 2. Rennen, 28 Grad, 18 Runden auf der vermutlich anstrengendsten Strecke im Kalender.

Voll fokussiert und motiviert wartet ich bis die Ampel ausging, 9000 Umdrehungen, Kupplung los, Abfahrt!!

Start nahezu perfekt, von P15 auf P9 Gesamt. Nun war das Ziel dran bleiben, nicht zu viele Meter hergeben, und versuchen bei den Top Jungs dran zu bleiben und sofort in den "Race Mode "zu kommen, dass gelang mir dieses Mal. Ich konnte zumindest die ersten beiden Runden dran bleiben und meine Position behaupten, danach ging eine Lücke auf, da die Top Jungs auch im RaceTrim 1:33, 1:34 ballern gingen mir hier 2-3 Sekunden ab, das wusste ich aber mehr wollte ich nicht mehr hergeben :) ich konnte konstant 1:36 und tiefe 1:37 Zeiten fahren bis zur letzten Runde, und somit konnte ich das Rennen mit Gesamt P11 / IOEM P5 abschließen.

Für mich das erste super Ergebnis heuer, zumal es das erste Rennen war wo mal alles grundsätzlich funktioniert hat, und  wir unsere Hausaufgaben von der Niederlage am Slovakiaring gemacht haben! Es geht in die richtige Richtung und gilt es den nächsten Schritt zu machen.

Freuen uns schon auf den Pannoniaring, dort sind hoffentlich wieder mehr österr. Kollegen am Start! 

 

Danke an Peter Gastinger (PEMA), und Team Fritze Tuning die mich wieder TOP unterstützt haben an diesem WE!

 

Next Stop Pan, Ungarn in 4 Wochen!  

 

Gratualtion an meine IOEM Kollegen für die Top Leistung an diesem WE, gewaltig wie stark die Meisterschaft in diesem Jahr ist! Top!